Jcloze (HotPotatoes, https://hotpot.uvic.ca/) um einen Lückentext mit Online-Lösungen vorzubereiten
Nützlich: Online Ressourcen wie e-Textbücher, Wörterbücher, Webseiten und Corpora, die Texte mit studierten Themen beinhalten (abhängig von den gewählten Themen).
Korpora: eine gute Wahl könnten die Korpora sein, die von Sketch Engine (www.sketchengine.co.uk) angeboten werden, wodurch Nutzer die Möglichkeit gegeben werden, einen eigenen Corpus zu implementieren.
Die wichtigsten Gedanken eines komplexen Textes über konkrete und abstrakte Inhalte , sowie solche Texte, die Fachdiskussionen meines Fachgebiets verstehen.
Die Lehrerin/der Lehrer sollte einen Text vorbereiten, der maximal 200 Wörter und 12 Lücken enthält.
Die Klasse sollte sich schon mit Lückentexten und die Textsorte auskennen.
Falls die Lehrerin/der Lehrer Fachtexte benutzen sollte, ist es empfehlenswert den Schüler/innen einen freien Online-Corpus
Ihrer Wahl zu benutzen.
Jede Lücke sollte gleich lang sein, selbst wenn die ausgelassenen Wörter unterschiedlich lang sein sollten. Wenn Sie eine Software wie Jcloze verwenden, ist es sicher, dass die Lücken gleich lang sind.
Die ausgelassenen Wörter werden nach inhaltlichen und sprachlichen Kriterien ausgewählt (wie es im Kasten mit dem Prozedere erklärt wird).
Einige Dos und Don’ts für Lücken
Keine Lücke im Titel, im ersten Satz und mindestens 7 Wörter zwischen den Lücken. Nur eine Lücke pro Satz, egal wie lang der Satz ist.
Vermeiden Sie Wörter auszulassen, die nicht wichtig für den Satz sind, außer wenn sie eine besondere Bedeutung für den Sinn des Satzes haben.
Bedenken Sie, dass eine Lücke im ersten Teil des Satzes oder nach einem Satzzeichen schwieriger ist, als eine Lücke im zweiten Teil des Satzes, umso mehr im Englischen, wo die Position die Aussage bestimmt.
Lassen Sie kein Wort aus einer Redewendung aus, außer wenn die Schüler/innen die Redewendung schon kennen sollten oder Sie möchten, dass die Schüler/innen diese Redewendung in einem Corpus finden sollen.
Lassen Sie keinen Teil eines zusammen gesetzten Verbs aus.
Bedenken Sie, dass, wenn Sie ein finites Verb auslassen, Sie drei Informationen in Sprachen wie Italienisch oder Spanisch auslassen, wie die Information zur Lexik, Person und Zeit und zwei Informationen in Sprachen wie Englisch.
Die Lehrerin/der Lehrer verteilt den Lückentext und erläutert, dass einige Lücken inhaltlicher Art sind, d.h., das einerseits Schüler/innen, die mit dem Thema vertraut sind, diese Lücken ohne Probleme ausfüllen können und andere sprachlicher Art und ein oder zwei Lücken textorientiert sind, d.h. mit Adverbien oder mit Diskursmarkern für die Textstruktur auszufüllen sind.
Die Lehrerin/der Lehrer bittet die Klasse, die Lücken auszufüllen und auch zu sagen, um was für Wortarten es sich handelt: Inhalt, Sprache, Text. Sie/er erklärt, dass Attribuierungen in einigen Fällen problematisch sein könnten, die Schüler/innen dann aber sagen könnten „hauptsächlich Inhalt“, hauptsächlich Sprache“, hauptsächlich Text“.
Wenn die Aufgabe erledigt ist, kann die Lehrerin/der Lehrer die Schüler/innen ermutigen, in einigen Korpora, die themenorientierte Texte enthalten nachzuforschen, besonders, wenn sie/er entscheidet, ein Wort aus einer Wortverbindung zu entfernen.
Zur Erleichterung
Lehrer/innen, die am Inhalte interessiert sind, können ihre Schüler/innen die Lücken mit Wörtern aus ihrer Muttersprache oder mit mehreren Wörtern auszufüllen.
Die Lehrerin/der Lehrer kann sich auch entscheiden, die Klasse mit einigen Tipps zu versorgen, wie sie mit unbekannten Wörtern umgehen können.
Für einige Lücken kann in zwei Schritten Hilfe gegeben werden:
Erstens, sagen Sie den Schüler/innen, um welche Art Lücke es sich handelt (Inhalt oder Sprache).
Zweitens können Sie die Anfangsbuchstaben der Wörter vorgeben.
Auch helfen Illustrationen die Lösung zu finden. Geben Sie den Schülerinnen einige Beispiele vor.
Die Lehrerin/der Lehrer könnte mehr als 12 Wörter auslassen und diese zusätzlichen Lücken als Beispiele vorgeben, damit die Schüler/innen die Strategie des Lückenfüllens vorgeführt bekommen..
Beispielsweise ist ein ausgelassenes Wort, welches nur ein Teil eines bereits vorher erwähnten Ganzen ist, inhaltlich.
Wenn Sie ein abgeleitetes Adjektiv wie zellulär auslassen, nachdem ein oder zwei Beispiele, die in Kombination mit Zelle bereits aufgetaucht sind, dann ist die auszufüllende Lücke eine akademisch sprachorientierte.
Wenn Sie ein Demonstrativpronomen eines finalen Satzes in einer Testbeschreibung auslassen, wie “Dieses Experiment hat bewiesen, dass ….”, dann ist die Lücke Text-orientiert, umso mehr, wenn Sie ein Wort wie Experiment im eben diesem Zusammenhang auslassen.
Wenn Sie ein Wort auslassen, welches zum ersten Mal im Text auftaucht, aber später auftaucht, dann ist die Lücke eher dazu geeignet, das Textverständnis zu überprüfen als wenn es beim zweiten oder dritten Erscheinen ausgelassen wird.
Wenn die Schüler/innen nicht in der Lage waren, die Lücken richtig auszufüllen, sollte die Lehrerin/der Lehrer eine gründliche Besprechung machen, damit die Klasse die Grenzen des Textverständnisses erkennen kann.
Nach einigen Wochen kann die Lehrerin/der Lehrer einen Text vorlegen, bei dem die Reihenfolge der Sätze durcheinandergebracht ist: Die Strategien, den Text wieder in die richtige Reihenfolge zu bringen, ähneln sehr der Strategie beim Ausfüllen von Lückentexten.
Die Lücken sind erfolgreich ausgefüllt worden. Die Lehrerin/der Lehrer entscheidet wie jede Lücke bewertet werden soll, was abhängig vom tatsächlichen Schwerpunkt der Aktivität ist (Sprache, Text, Inhalt).
Bei Lückentexten in romanischen oder slawischen Sprachen ist es einfacher den Text zu verstehen, weil diese Sprachen morphologisch aussagekräftiger sind.
Die Lehrerin/der Lehrer kann darüber entscheiden, dass nicht alle Lücken gleichwertig sind: sie/er kann mehr Gewicht auf Lücken für Inhalt denn für solche mit Sprache oder Text legen. Aber sie/er sollte bedenken, dass es viel einfacher ist „Dieses Experiment hat bewiesen, dass ...“ auszufüllen als „Dieses Experiment hat bewiesen, dass ...“.
Die Lehrerin/der Lehrer, die/der an Inhalten interessiert ist, wird das Bemühen der Schüler/innen anerkennen und belohnen, trotz der geringeren Bewertung durch die Eingabe eines Wortes in L1 oder mehr als ein Wort in L2.
Wenn eine Lücke nicht ausgefüllt wurde, sollten Punkte abgezogen werden und nicht nur mit Null Punkten bewertet werden.
Bei sprachlich-orientierten Lücken sollten passende Synonyme anerkannt werden, während inhalt-orientierte Lücken, besonders in wissenschaftlichen Texten, eher nur eine Lösung haben.
Auch bei begrenzten Kollokationen ist nur eine Lösung möglich.
Wenn ein Lückentext auf dem Computer vorbereitet und die Lösung automatische gegeben wird, wie z.B. bei Jcloze, dann sollte nur eine Lösungsmöglichkeit gegeben sein.
Wenn die Lehrerin/der Lehrer der Klasse zum ersten Mal einen Lückentext in Englisch vorlegt, könnte sie/er sich entscheiden, den Schüler/innen zu helfen, indem sie/er ihnen sagt, um was für eine Art Lücke es sich jeweils handelt.
Die Bewertungskriterien der unterschiedlichen Lücken erklären, damit die Schüler/innen verstehen, dass ein Lückentext für eine CLIL-Stunde mehrere Zwecke verfolgen kann.
Die Aufgabe bezweckt das Textverständnis zu entwickeln und die Memorierfähigkeit von CLIL-Klassen zu überprüfen.
Bereits gemachte Erfahrungen mit Lückentexten belegen, dass sie ein effektiver Weg das metalinguistischem Bewusstsein, sowohl für sprachliche Besonderheiten als auch
Für Informationen aus Fachtexten, zu fördern.
Lehrer/innen zum Einsatz von IuK bewegen und sie zu ermutigen Aufgaben orientierten Unterricht und den GeR in ihrem Fremdsprachenunterricht mit einzubeziehen.
In den meisten nationalen Lehrplänen und Fremdsprachenprogrammen ist das Arbeiten mit Lückentexten enthalten. Deshalb ist der Einsatz in CLIL-Klassen somit auch gerechtfertigt. Die Aufgabe kann leicht an andere Inhalte und dem Alter der Schüler/innen angepasst werden.